Studium und Beruf - familiengerechte Hochschule
31.05.2010
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„Frauen, die Maschinenbau studieren, promovieren und sich habilitieren, würde jede Hochschule gerne einstellen“, erklärte Professor Dr. Martin Erhardt. Der Rektor der Hochschule Pforzheim gab den Mitgliedern der Frauen Union des Kreisverbandes Enzkreis/ Pforzheim Ende Mai 2010 einen Einblick in die Entwicklung Hochschule, die Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Studium sowie zu den weiteren Plänen Frauenförderung.
Die Pforzheimer Hochschule blickt auf eine über 130jährige Geschichte zurück. Heute studieren an der Hochschule für Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht rund 4600 Studierende in 24 Bachelor - und 13 Masterstudiengängen, bis 2015 wird diese Zahl um rund 1000 steigen. Gut 45 Prozent der Studierenden sind weiblich. In der Technik sind allerdings nach wie vor deutlich weniger Frauen vertreten (knapp 13 Prozent Studentinnen). Rund die Hälfte der 275 Mitarbeiter sind Frauen und jede fünfte Professorenstelle ist mit einer Frau besetzt.
Doch diese rein statistischen Zahlen sagten wenig über das Leben an und mit der Hochschule, so der Rektor der Hochschule. „Studium und Familie müssen miteinander vereinbar sein.“ Die Hochschule ist in dieser Hinsicht auf einem guten Weg. Bereits heute gibt es einen Service für Studierende mit Kind und Familie, Elternnetzwerke, eine Kindertagesstätte in Kooperation mit der Caritas und der Stadt sowie eine flexiblere Auslegung der Prüfungsregelungen gerade für junge Eltern. Der Blick des Rektors ist in die Zukunft gerichtet. Mit der Gleichstellungsbeauftragten Professorin Dr. Gabriele Naderer ist er sich über die Zielrichtung der Hochschule einig: Die Auditierung als familiengerechte Hochschule wird angestrebt.
Besonders interessant war für die Mitglieder der Frauen Union die Idee, mit Hilfe eines Masterstudiengangs den Wiedereinstieg für Frauen nach der Familienphase zu erleichtern. Den jungen Müttern mit einem Bachelorabschluss in der Tasche würde die weitere akademische Ausbildung so deutlich erleichtert. In wie weit die Pläne realisierbar seien, müsse allerdings abgewartet werden, erklärte Erhardt. Die Mitglieder der Frauen Union unterstützten diese Zukunftsidee. „Damit werden die Frauen wieder fit für die Berufswelt und der Wiedereinstieg kann gelingen!“ meint Marianne Engeser, die Kreisvorsitzende der Frauen Union.