Hautnahe Praxis: Vom Entwurf zur Ausfertigung
23.02.2010
„Umwerfend!“ so charakterisieren die Verantwortlichen des Studiengangs Maschinenbau der Hochschule Pforzheim das Gefühl, eine Form nach eigenen Entwürfen gefräst zu haben. Der Einsatz der modernen „5-Achs-Simultan-Fräsmaschine“, die seit Mitte Februar 2010 im Hochschullabor für Fertigungstechnik zur Verfügung steht, vertieft die praxisnahe Ausbildung der Studierenden. Mit Hilfe einer der größten Einzelinvestition des Studiengangs kann das Entstehen eines Objektes hautnah miterlebt werden.
Das hochmoderne Gerät erlaubt ansatzfreies 3D-Fräsen mit deutlich verbesserten Schnittbedingungen. Während der Produktion kann künftig über ein Tastsystem effizient gemessen werden. Die Maschine, die bis zu 12.000 Umdrehungen pro Minute ausführt, verfügt über eine große Variationsbreite. Ausschlaggebend für die Ausbildung der Nachwuchsingenieure ist allerdings, dass die Maschine mit offenen Türen gefahren werden kann. „Die Studierenden können unmittelbar den Fräsvorgang verfolgen. Das Trickfilmgefühl, das bei den sonst üblichen Videoaufzeichnungen entsteht, wird so vermieden“, kommentiert Professor Dr. Roland Wahl.
Die Laboringenieure und Professoren haben noch bis Mitte März Zeit, sich mit der neuen Maschine, die das vor 25 Jahre angeschaffte Vorläufermodell ablöst, vertraut zu machen. Ab dem kommenden Sommersemester 2010 ist der Unterricht an der Fräsmaschine dann fester Bestandteil des Lehrplans.