Das Quäntchen Mehr – Hervorragende Leistungen ausgezeichnet 

16.04.2010 

Außerordentliche Leistungen und eindrucksvolles Engagement zeichnen die elf Preisträger der Förderpreise der Hochschule Pforzheim aus. „Wir sind jedes Jahr von den Arbeiten beeindruckt“, kommentierte Simon Becht, Leiter Vertrieb und Marketing in der Polyrack Tech-Group, eines der preisstiftenden Unternehmen. Insgesamt sechs Auszeichnungen wurden am Donnerstag, 15. April 2010, im feierlichen Rahmen an die Studierenden und Absolventen übergeben.

 

Die Grundlage des Erfolges der einzelnen Studierenden „liegt im großen persönlichen Einsatz und der Motivation zum Studium“, erklärte Professor Dr. Martin Erhardt. Der Rektor der Hochschule betonte dabei, dass es nicht nur auf die Erfolge im Studium ankäme, sondern eben auf „das Quäntchen Mehr“. „Der Blick über den Tellerrand ist uns wichtig.“ Der Preis des Pforzheimer Zonta-Clubs, der Studentinnen der Fakultät für Wirtschaft und Recht zugedacht ist, die auf hervorragende Arbeiten in der ersten Hälfte ihres Studiums verweisen können, setzt daher dezidiert auf soziales oder gesellschaftliches Engagement. „Wir fördern zukünftige weibliche Führungskräfte“, erläuterte Barbara Quick-Vollmer, Präsidentin des Clubs. Die diesjährige Preisträgerin, Charlotte Bürkle, erfülle die Kriterien in hervorragender Weise. Die Dürnauerin studiert International Business, engagiert sich in der studentischen Initiative Gemini bei der Betreuung ausländischer Studierender und lebt die Internationalität ihres Studiums auch außerhalb der Hochschule. Die Leistungen von Charlotte Bürkle überzeugten die Jury des Zonta-Clubs: Die Entscheidung war einstimmig.

 

Die Kriterien des Preises der Witzenmann GmbH sind eindeutig. Der Preis ist jedes Jahr an die beste Studienleistung in der Fakultät für Technik geknüpft. Dass Nils Hübner, der sein Examen im Studiengang Elektro- und Informationstechnik mit 1,0 abschloss, seinen Blick über die Grenzen seines Fachgebietes wirft, zeigte sich an seinen Aktivitäten während des Studiums. Der Pforzheimer absolvierte ein Praktikum in der BMW-Group, schloss einen Studienaufenthalt im englischen Cambridge an und studiert heute im Masterstudiengang Embedded Systems in Pforzheim.

 

Neben dem Fachwissen legten die Preisträger der Theo-Münch-Stiftung Wert auf gutes, lesbares Deutsch. Keine leichte Aufgaben bei Steuerrechts- oder Wirtschaftsthemen, kommentierte Dr. Ulrich Knoop. Der Freiburger Germanistikprofessor, der die Preise für die Stiftung überreichte, plädiert für ein „funktionierendes, passendes Deutsch“. Dieses Ziel hätten die Preisträger alle in exzellenter Weise erreicht. Anna Christina Hübner belegt mit ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Marketing den ersten Platz, Jochen Herold und Manuela Gemmrig teilen sich den zweiten, während Mareike Rehm den dritten Platz einnimmt.

 

„Eine Projektarbeit, die weit über das übliche Maß hinausgeht“, prämierten die Stadtwerke Pforzheim. Steffen Schneckenburger und Ralf Förster gingen dem Thema Datenschutz in den Sozialen Netzwerken nach. „Hochaktuelle und spannende Ergebnisse“, bescheinigte Peter Löffler, Leiter der kaufmännischen Hauptabteilung der Stadtwerke, der Arbeit der Masterstudenten. Die Stadtwerke vergeben ihren Förderpreis an herausragende Projektarbeiten, die in der Fakultät für Wirtschaft und Recht erarbeitet werden.

 

Die praktische Relevanz der Pforzheimer Bachelorthemen zeigte sich bei der Preisverleihung der Polyrack Tech-Group. Weder durfte auf die Thematik der Arbeiten näher eingegangen noch weitere Informationen veröffentlicht werden. Die Firmen waren mit den Arbeiten von Ronny Steven Kienle und Robin Flohr so zufrieden, dass die Ergebnisse zum Teil umgesetzt werden. Die Polyrack Tech-Group zeichnet ingenieurswissenschaftliche praxisnahe Lösungen aus, die einen interdisziplinären Charakter aufweisen. „Die Auswahl bei den Arbeiten war erstaunlich und das Niveau beeindruckend“, kommentierte Simon Becht.

 

Die Jury des Landratsamtes Enzkreis hatte die Qual der Wahl. Unter neun Vorschlägen aus der Fakultät für Gestaltung wurde die Arbeit von Simon Schneider „Stadtverkehrt – Die Entwicklung eines elektrisch unterstützen Transportfahrrads“ ausgewählt. „Da reizt die Umsetzung“, betonte Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter, der auf die praktische Ausarbeitung des Entwurfes sehr gespannt wäre. Der Preis des Enzkreises wird an Arbeiten verliehen, die auf eigenen Forschungen basieren und zukunftsorientiert sind.

 

„Sie tragen mit Ihrem Engagement dazu bei, die Leistungsbereitschaft und die Motivation der Studierenden noch zu vergrößern“, bedankte sich der Rektor der Hochschule bei den preisstiftenden Unternehmen und Organisationen. Durch abwechslungsreichen Abend führte der SWR-Hörfunkmoderator Matthias Holtmann.