Ungewöhnlich gut! - Hochschule vergibt Förderpreise 

29.03.2012 

Sie sind gut! Zu diesem Urteil kamen nicht nur die betreuenden Professoren, sondern auch die Juroren der diesjährigen Förderpreise der Hochschule Pforzheim. Insgesamt 20 Studierende wurden am Donnerstagabend, 29. März 2012, mit neun Förderpreisen ausgezeichnet. Stifter – Unternehmen und Organisationen – und Gäste der feierlichen Veranstaltung zeigten sich beeindruckt von der Leistungsdichte und dem persönlichen Engagement der Studierenden.

Die Bandbreite der prämierten Arbeiten und Leistungen, die am Donnerstagabend von den Laudatoren vorgestellt wurden, war erstaunlich. „Zurück auf die Bäume“ fordert beispielweise Beate Killi in ihrer Abschlussarbeit. Die Absolventin des Studiengangs Industrial Design entwickelte in ihrer Abschlussarbeit mobile Baumhäuser. Ähnlich wie Strandkörbe am Meer im Sommer können die Baumhäuser im Stadtpark aufgeschlagen werden. Begeistert skizzierte Wolfgang Herz, Erster Landesbeamte, den Entwurf der wetterbeständigen Behausungen in seiner Laudatio. Mode, die auch als Einrichtungsgegenstand wirkt, entwarf Alexa Pollmann. Beide Absolventinnen der Fakultät für Gestaltung wurden für ihre innovativen Ansätze mit dem Förderpreis des Landratsamtes Enzkreis ausgezeichnet.

Ganz sicher nicht durchschnittlich sind die beiden Absolventen Dirk Brümmer und Daniela Lingenfelser. Die beiden Wirtschaftsingenieure wurden für die besten Studienleistungen mit dem erstmals verliehenen Förderpreis der Allgemeinen Gold- und Silberscheideanstalt geehrt. Die praktische Umsetzbarkeit einer wissenschaftlichen Arbeit steht beim Preis der Polyrack Tech Group im Vordergrund. Ein Kriterium, das die Abschlussarbeit von Daniel Müller weit übertrifft. Der Absolvent des Studiengangs Maschinenbau/ Produktentwicklung widmete sich der Frage, in wie weit Titanschäume für Knochenimplantate einsetzbar sind. Emotionales Marketing hat das Projekt von Melanie Funk, Stephanie Beyer, Elena Holzer, Angelique Thürer, Elisabeta Schröder, Lars Leuschner und Rene Faulstich zum Thema. Die Arbeit wurde von den Stadtwerken Pforzheim ausgezeichnet.

So unterschiedlich die eingereichten Arbeiten bei der diesjährigen Förderpreisverleihung auch waren, eines ist ihnen gemeinsam: Sie sind alle mit einem überdurchschnittlichen Engagement angefertigt wurden. „Sie haben sich dem Wettbewerb gestellt und nicht nur ihre Professoren sondern auch die Preisstifter überzeugt“, erklärte Professor Dr. Martin Erhardt. Der Rektor der Hochschule betonte, dass sich die Würdigung nicht nur auf die Leistungen im Studium bezöge. Nathalie Lara Steeger erhielt den Zonta-Förderpreis neben ihren akademischen Leistungen für ihren Einsatz als Schulpatin. Die Theo-Münch Stiftung legt als Kriterium eine klare Sprache zu Grunde. Die ausgezeichneten Arbeiten müssen nicht nur höchste wissenschaftliche, Anforderungen erfüllen, sondern auch in einem verständlichen guten Deutsch verfasst sein. Ein Anforderung, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, doch leider oft nicht umgesetzt werde, so der Laudator Professor Ulrich Knoop.

Gerade den Studientierenden der Fakultät für Gestaltung scheinen nicht nur designerische Ausdrucksfähigkeiten zu Gute zu kommen. Beate Killi und Samira Mikhail erhielten neben einer fachlichen Ehrung auch einen Preis der Theo Münch Stiftung. Gutes Deutsch, hervorragende akademische Leistung und einen interdisziplinären Ansatz – Samira Mikhail überzeugte. Die Absolventin des Studiengangs Mode konzipierte eine neue Modezeitschrift „iMAGe“. Samira Mikhail untersucht den Modejournalismus, überlegt wie eine Modezeitschrift der Zukunft aussehen könnte und „liefert eine herausragende Arbeit“, so ihr betreuender Professor Johann Stockhammer. Samira Mikhails spannende Arbeit wurde mit dem Förderpreis des Rotray Clubs Pforzheim-Schloßberg ausgezeichnet. "Interdisziplinär und zukunftsweisend" so das Urteil des Laudators Dr. Rolf Hönes. Die weiteren Preisträger der Theo-Münch Stiftung sind Matthias Morch, Wirtschaftsingenieurwesen, Sandra Güth, Markt- und Kommunikationsforschung; Christian Streichsbier, Wirtschaftsrecht; Christian Olsen; Controlling, Finanz & Rechnungswesen.

Die Kriterien des Preises der Witzenmann GmbH sind eindeutig. Der Preis ist jedes Jahr an die beste Studienleistung in der Fakultät für Technik geknüpft. Der heute in München lebende Andre Netzeband schloss sein Studium der Informations- und Elektrotechnik mit der Traumnote von 1,0 ab. Gestalterische Fähigkeiten legte dagegen Janis Weidner an den Tag. Der Student der Visuellen Kommunikation wurde vom Vorsitzenden des Freundes- und Förderkreises der Pforzheim Galerie, Dr. Joachim Rösch, mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

„Sie tragen mit Ihrem Engagement dazu bei, die Leistungsbereitschaft und die Motivation der Studierenden noch zu vergrößern“, bedankte sich der Rektor der Hochschule bei den preisstiftenden Unternehmen und Organisationen. Durch den abwechslungsreichen Abend führte die Moderatorin Christiane Maschajechi.