Fahrsimulator der Hochschule Pforzheim
Virtuelles Fahrtraining für die Sicherheit

Die Arbeitsweise von Testfahrern, die Vorzüge des ESP-Systems und Grundzüge der Fahrdynamik konnten die Besucher des „Experience Days“ der Firma Bosch in Abstatt Mitte Juli 2011 hautnah im Fahrsimulator des Fahrzeugmechatronik-labors der Hochschule Pforzheim erleben. Der Andrang war groß, der Smart geradezu ausgebucht. Etwa 250 Hobbyrennfahrerinnen und -fahrer setzten sich hinter das Steuer für eine virtuelle Testfahrt über die Strecke des Bosch-Prüfzentrums in Boxberg.
Der Fahrsimulator holt die Straße ins Labor – virtuell – und ermöglicht exakt reproduzierbare und vor allem gefahrlose Versuche. Moderne Fahrassistenzsysteme wie ESP, Tempomat oder Kontrollverhinderungsassistenten werden heute so entwickelt. Zunächst ist alles wie gewohnt- der Fahrer bedient Gas- und Bremspedal und steuert mit dem Lenkrad. Die Fahrsimulationssoftware CarMaker der Firma IPG Karlsruhe steuert virtuell und in Echtzeit das Fahrzeug. Das optische Feedback erfolgt über eine Beamerprojektion auf die Windschutzscheibe von innen. Kurs und augenblickliche Position des Fahrzeugs werden virtuell dargestellt, der Fahrer-Input durch Beschleunigen, Bremsen und Lenken wird in Echtzeit verarbeitet. Ein spezieller Lenkmotor der Firma Sensodrive GmbH sorgt für das richtige Lenkgefühl. Der Fahrsimulator wurde im Rahmen einer von Professor Jürgen Wrede betreuten Diplomarbeit im Bereich Maschinenbau an der Hochschule Pforzheim entwickelt und an Bosch für den Experience Day ausgeliehen.
Bosch feiert in Abstatt und weltweit das 125-jährige Bestehen des Unternehmens sowie den 150. Geburtstag des Firmengründers mit dem „Experience Day“. Nahezu 10 000 Besucher waren in Abstatt auf dem Firmengelände und wurden mit zahlreichen Vorführungen und einem attraktiven Bühnenprogramm unterhalten.