Existenzgründung: Der Sprung ins„kalte Wasser“
20.10.2009
Spannend, anstrengend und ungemein aufregend – für die drei Firmengründer ging im Oktober 2009 ein Traum in Erfüllung. Bianca Mutter, Tobias Danzer und Helene von Wallenberg können mit Hilfe des EXIST-Gründerstipendiums des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in den kommenden zwölf Monaten mit ihrer eigenen Gründeridee an den Start gehen. „Die Idee ist toll!“ beglückwünschte Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule Pforzheim, die ersten EXIST-Gründerstipendiaten an der Hochschule Pforzheim.

Ein Raum in der Fakultät für Gestaltung ist der erste Ort des Geschehens der neuen Existenzgründer. Künftig soll hier der Prototyp eines Roboters entwickelt werden, der als Marketing- und Werbeinstrument eingesetzt werden kann. Der künftige Wirtschaftsingenieur Tobias Danzer, er absolviert zurzeit sein Examen an der Hochschule Pforzheim, entwickelte die Idee. Als gelernter Veranstaltungskaufmann kennt er die Schwierigkeit, unterscheidbare und aufmerksamkeitserregende Werbung für Messeauftritte zu kreieren. Mit seiner Idee für diese Zwecke, gut einsetzbare Roboter zu bauen, stieß er bei Bianca Mutter, Absolventin des Pforzheimer Studiengangs Industrial Design, und Helene von Wallenberg, studierte Betriebswirtin der Fachhochschule Nürnberg, auf offene Ohren. Zusammen stellen die drei mit ihrer jeweiligen Studienausrichtung eine ideale Kombination dar und verknüpfen mit ihrer Geschäftsidee die drei Fakultäten der Hochschule auch in der Praxis.
In vier Monaten schrieben die Nachwuchsakademiker ein ausgereiftes Firmenkonzept zusammen, das überzeugte. Gemeinsam mit einer kompletten Analyse und einer ersten Kalkulation reichten sie das Ideenpapier bei EXIST ein. Das Programm unterstützt „technologisch-innovative Gründungsvorhaben mit guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten“ (www.exist.de). Gefördert werden über zwölf Monate Personal- und Sachkosten mit der Zielvorgabe, einen endgültigen Businessplan zu erstellen und zu präsentieren. Grundvoraussetzung ist, dass die Gründung in Kooperation mit einer Hochschule, einem Gründerzentrum und einem Mentor erfolgt.
„Die Hochschule Pforzheim wird die Stipendiaten in den kommenden Monaten fördern und unterstützen“, erklärte Erhardt. Professor Uwe Dittmann, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen fungiert als Mentor, und Professor Dr. Rolf Güdemann, Fakultät für Wirtschaft und Recht sowie Mitglied des Gründerzentrum innotec, wird die Firmengründer beraten. Neben dem Geschäftsraum können Danzer, Mutter und von Wallenberg auf die Werkstätten in der Fakultät für Gestaltung sowie auf die hochschulinterne Infrastruktur zurückgreifen. „Wir sind froh über jede Unterstützung“, kommentierte Bianca Mutter. Bei der Erstellung des Prototyps kann das Team erfahrene Werkstattleiter gut an seiner Seite brauchen. „Solche Projekte sind nicht in einer Hobbywerkstatt umzusetzen.“ Nicht nur die Stipendiaten betreten Neuland. Auch für die Hochschule geht das erste EXIST-Gründerstipendium an den Start.