Innovatives Forschungsprojekt verlängert - Werkstoffkunde
19.08.2010
Das Ziel der Forschungskooperation von sieben wissenschaftlichen Einrichtungen ist eindeutig: Mit Hilfe computergesteuerter Materialforschung und –entwicklung sollen Eigenschaften von Werkstoffen vorhersehbar werden und Simulationen Einblicke auf Veränderungen des Stoffes während der Bearbeitung geben. Nach zweijähriger Forschung wurde das Projekt, an dem die Hochschule Pforzheim maßgeblich Anteil hat, Anfang August 2010 um weitere zwei Jahre verlängert.
Mit Hilfe von Modellen, die am Computer visualisiert werden, können die beteiligten Forscher vorhersehen, wie sich ein Stoff unter bestimmten Bedingungen verhält. Diese Modelle können im besten Fall langfristige kostspielige Entwicklungen erübrigen beziehungsweise stark verkürzen.
Grundlage für diese Simulationsrechnungen ist die genaue Kenntnis der realen Werkstoffgefüge und –eigenschaften. Diese sogenannten Basisdaten werden von den Pforzheimer Werkstoffforschern mit Hilfe ihrer hochinnovativen Laborausstattung, insbesondere im Bereich der Mikroskopie, erarbeitet und für die nachfolgenden Projektgruppen zur Verfügung gestellt. Während zu Beginn vergleichsweise einfach aufgebaute Werkstoffsysteme untersucht wurden, rücken nunmehr auch komplexe Systeme, wie sie zunehmend auch in der industriellen Praxis eingesetzt werden, in den Focus der Pforzheimer Arbeiten.
2008 war das CCMSE (Center of Computational Materials Science and Engineering) als Zentrum für computergesteuerte Materialforschung und -entwicklung gemeinsam von den Universitäten Karlsruhe und Tübingen, den Hochschulen Karlsruhe, Pforzheim und Aalen sowie dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) Freiburg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gegründet worden.