Junge Innovatoren an der Hochschule 

Dem eigenen Unternehmen wieder einen Schritt näher 


Blicken positiv in die Zukunft: die drei Entwickler des „Buddy Watchers“
Eduard Sabelfeld, Michael Feicht und Sergej Koch hoffen bald von ihren Ideen leben zu können.

Sie waren erfolgreich! Michael Feicht, Sergej Koch und Eduard Sabelfeld, drei Absolventen der Pforzheimer Fakultät für Technik, sind ihrem eigenen Unternehmen wieder etwas näher gekommen. Nach der Gründung ihrer Unternehmensgesellschaft Free Linked im November 2011, wurden sie im Januar 2012 in das Landesförderprogramm „Junge Innovatoren“ aufgenommen. Die drei Absolventen der Hochschule Pforzheim entwickeln ein Kommunikationsmittel für Taucher, das später auch in anderen Bereichen einsetzbar sein soll.

Der Austausch zwischen Tauchpartnern erfolgt durch Gestik und festgelegte Zeichen. Die drei Pforzheimer Firmengründer arbeiten seit Juni 2010 an einem sogenannten „Buddy Watcher“ – einem wasserresistenten Kommunikationsmittel, das für mehr Sicherheit im Tauchsport sorgen soll. Die technische Plattform mit der diese Kommunikation vonstattengehen soll, ist – nach Vorstellung der „jungen Innovatoren“ – später auch für andere sicherheitsrelevante Bereiche einsetzbar. Diese Gründungsidee der drei Ingenieure wurde mehrfach geprüft und für gut befunden. Im Dezember 2010 erhielten die engagierten Absolventen ein sogenanntes EXIST-Gründungsstipendiat. Mit Hilfe dieser Förderung war es ihnen möglich, den „Buddy Watcher“ weiter zu entwickeln. Das Stipendium lief im Mai 2011 aus. Mit der erfolgten Aufnahme in das Landesprogramm „Junge Innovatoren“ können die Gründer ihr Projekt jetzt bis zur Marktreife bringen.

„Ohne die Infrastruktur hier an der Hochschule wäre die Umsetzung einer solchen Idee nicht möglich“, betont Michael Feicht. Labore, Maschinen, Laboringenieure oder auch Professoren – „die Gesprächspartner und die technische Ausrüstung hier an der Hochschule sind nicht zu ersetzen“, erklärt auch Wirtschaftsingenieur Sabelfeld. Betreut und beraten von den Professoren Werner Engeln und Rolf Güdemann arbeiten die drei Gründer in den Räumen der Hochschulen. Während der einjährigen Förderung durch das Programm „Junge Innovatoren“  sind sie Mitarbeiter der Hochschule.

Mit Hilfe des Landesprogrammes haben die drei Techniker die Möglichkeit, ihr „wasserfestes“ Kommunikationsmittel und vor allem die dahinterstehende Technologie soweit zu entwickeln, so dass einer Markteinführung im Jahr 2013 nichts im Wege steht. „Wir haben bereits die Fühler ausgestreckt und positive Rückmeldungen von verschiedenen Firmen bekommen“, freut sich Eduard Sabelfeld. Mit diesem Zeitplan passen die Junggründer genau in das Landesprogramm. Die Intention der „Jungen Innovatoren“ ist es, die Idee zu fördern, nicht die Gründung direkt.

Mit insgesamt zweieinhalb Jahren rechnen die drei Ingenieure, um die wasserfeste Kommunikation für Taucher an den Start zu bringen. Die Programmierung des elektronischen Geräts, das einer Uhr gleichen wird, obliegt Sergej Koch, der Maschinenbauingenieur Feicht übernimmt den Part des Gruppenleiters und stellt die Ergebnisse seiner Diplomarbeit - Marktforschungsdaten, Untersuchungen zur technischen Machbarkeit sowie Analysen zur Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Produkts - zur Verfügung. Eduard Sabelfeld ist für Marketing und Finanzen zuständig. Die interdisziplinäre Aufstellung kommt dem Team zu Gute. Ihr Ziel: „Natürlich ist unser Traum, eine florierende Firma und ein Einkommen, von dem wir gut leben können!“