Baden-württembergische Kompetenzfelder an der Hochschule Pforzheim
20.08.2010
„Die Hochschule Pforzheim forscht und lehrt schon seit Jahren auf den jüngst als bedeutend identifizierten Kompetenzfeldern Baden-Württembergs“, stellt Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule, fest. Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit sowie integrierte Informationstechnologie seien signifikante Bestandteile der Forschung und Lehre in der Goldstadt und sollen weiter ausgebaut werden.
Das Ende Juli 2010 veröffentlichte Gutachten zu den wirtschaftlichen und technologischen Perspektiven im „Ländle“ definiert klar vier Kernkompetenzen für Baden-Württemberg. Neben nachhaltiger Mobilität sehen die Gutachter der McKinsey Unternehmensberatung und des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung vor allem bei den Themenfeldern Gesundheit und Pflege, Embedded Systems und IT-Dienstleistungen sowie Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz Perspektiven für das Land. Diese Schwerpunktthemen zeichnen sich laut Gutachten durch überdurchschnittliche Wachstumsraten aus.
Mit den Masterstudiengängen „Information Systems“ und „Embedded Systems“, für den in Kooperation mit der Universität Tübingen jetzt auch ein Graduiertenkolleg für Doktoranden beantragt ist, forscht und lehrt die Hochschule Pforzheim seit Jahren erfolgreich im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Basierend auf einer praxisnahen und zielorientierten Ingenieursausbildung bietet die Hochschule den Studierenden über die Masterstudiengänge und passende hochkarätige Forschungsprojekte weitere Qualifizierungsmöglichkeiten. Die Förderung des Zentrums für Angewandte Forschung MERSES, das sich mit dem effizienten Entwurf und der Realisierung von Embedded Systems beschäftigt, soll nach erfolgreicher Evaluierung durch unabhängige Fachgutachter um zwei Jahre verlängert werden.
Die Gründung des Instituts für Industrial Ecology im Sommer 2010 ist das Ergebnis einer konsequenten Entwicklung des Forschungsschwerpunktes Umwelttechnologie, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit an der Hochschule Pforzheim. Diesen Themen soll künftig nicht nur im neugegründeten Institut nachgegangen werden, sondern auch im Bachelorstudiengang Ressourceneffizienz. Der im Zuge des Ausbauprogramms 2012 beantragte Studiengang wird die Ausrichtung der Hochschule hervorragend ergänzen und die schon jetzt stark nachgefragten Fachkräfte ausbilden.
chließlich soll in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft auch der Studiengang Medizinische Verfahrens- und Gerätetechnik an der Hochschule etabliert werden. „Unsere Ausrichtung stimmt, und wir werden einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der zentralen Wachstumsfelder im Land leisten – durch gut ausgebildete Fachkräfte“, erklärte Professor Erhardt.