Qualifizierte Fachkräfte: regional, überregional und international
29.10.2010
„Das Spektrum an Studiengängen wird breiter und die einzelnen Fakultäten können ihr Profil schärfen“, freute sich Professor Martin Erhardt. Der Rektor der Hochschule Pforzheim stellte am Freitag, 29. Oktober 2010, den weiteren Ausbau der Hochschule Pforzheim vor. Insgesamt 281 neue Studienanfängerplätze werden zum kommenden Wintersemester 2011/12 am Hochschulstandort Pforzheim eingerichtet. Mit dieser Zuweisung, die das baden-württembergische Kabinett in dieser Woche beschlossen hat, sind neue Studiengänge und –schwerpunkte in den drei Fakultäten für Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht verbunden.
Mit den zwei neuen Studiengängen in der Fakultät für Wirtschaft und Recht – Ressourceneffizienzmanagement sowie Werbepsychologie und Medienmanagement – komplettiert die Hochschule ihr bundesweit einzigartiges Angebot an betriebswirtschaftlichen Studiengängen. Ressourceneffizienz spielt bereits heute in den Unternehmen eine große Rolle. Die Knappheit der Rohstoffe und deren Kosten sowie ein größeres Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit machen die in diesem Sektor ausgebildeten Fachkräfte zu gesuchten Leuten. Hat der neue Studiengang mit der bereits etablierten erfolgreichen Forschung an der Hochschule im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz eine hervorragende Basis.
Der zweite Studiengang in der Fakultät Wirtschaft und Recht, der zum Wintersemester 2011/12 an den Start geht, bildet eine Schnittstelle zwischen den Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften und der Psychologie. Für Marketing, Werbung und Medien wird Psychologie immer wichtiger. Wie erreichen die Botschaften die Zielgruppen und welche Kanäle werden genutzt? Der Studiengang Werbepsychologie und Medienmanagement komplettiert die erfolgreichen, bundesweit einzigartigen Studiengänge Werbung sowie Markt- und Kommunikationsforschung.
Schnittstellen besetzen auch die beiden neu geplanten Studiengänge in der Fakultät für Gestaltung. Accessoires sind unersetzbare Imageträger und Trend setzende Wirtschaftsfaktoren, die nicht nur in der Mode- und Luxusgüterindustrie, sondern auch im High-Tech und IT-Bereich beheimatet sind. Neben Gürtel, Taschen oder Schuhen rücken I-Pad-Cover oder „Smart-Adds“ immer mehr ins Blickfeld. Im neuen Studiengang Accessoire Design setzen sich die Studierenden intensiv mit den Design- und Innovationsprozessen von Accessoire-Produkten auseinander.
Die Grenzen zwischen Soft- und Hardware verschwimmen. Navigationssysteme im Auto, die Steuerung eines Smartphones oder das „Interface“ einer Maschine – nur die optimale Verzahnung zwischen Hard- und Software ermöglicht die erfolgreiche Nutzung. Diese Verzahnung ist ein Schwerpunkt des Studiengangs Intermediales Design. Die Studierenden werden dazu ausgebildet, nutzungsorientierte IT-Systeme mit hoher wirtschaftlicher Relevanz zu konzipieren, zu gestalten und zu programmieren. Die neuen Medien, künftige Technologien, innovative Produktlösungen oder die Verknüpfung mit weiteren Produkt- und Designentwicklungen fordert ein Denken über die engen Fachgrenzen hinaus.
Nach dem Studiengang Mechatronik, der zum Wintersemester 2010/11 startete, kommt mit dem Medizinischen Verfahrens- und Systemtechnik eine weitere Facette in das Studienangebot der Fakultät für Technik. Bildgebende und analytische Diagnoseverfahren (Endoskopie, Ultraschall, etc.) sind auf eine hohe Sensorik und eine effiziente Datenverarbeitung angewiesen. Neben dem technischen Basiswissen stehen daher die medizinische Gerätetechnik, die Diagnostik und technischer Service im Mittelpunkt des neuen Studiengangs.
Die Fakultät für Technik konnte im Rahmen des Ausbauprogramms ihr Portfolio deutlich ausbauen. In den verschiedenen Tranchen wurden ihr seit 2008 insgesamt 345 neue Studienanfängerplätze zugewiesen. Die jüngste Pforzheimer Fakultät ging 1995 mit drei Diplomstudiengängen an den Start. Zum Wintersemester 2011/12 werden neun technische Bachelor- und drei Masterstudiengänge angeboten.
Mit den 281 neuen Studienplätzen, die zum Wintersemester 2011/12 an den Start gehen, hat die Hochschule Pforzheim seit dem Jahr 2008 insgesamt 521 neue Studienanfängerplätze im Rahmen des Ausbauprogramms 2012 erhalten. Über 5.500 Studierende werde künftig in 29 Bachelor- und 13 Masterstudiengängen an der Hochschule Pforzheim studieren. Der Aufbau erfolgt im engen Kontakt zur Wirtschaft. Das Interesse am Pforzheimer Hochschulangebot steigt seit Jahren stetig an, wie die kontinuierlich wachsenden Bewerberzahlen dokumentieren. Mit der Ausweitung des Studienangebotes wächst auch die Professoren- und Mitarbeiterzahl weiter. 24 neue Professoren werden in den kommenden Monaten allein für die jetzt genehmigten Studiengänge berufen.