Kunst- und Designwissenschaften 

Fächerübergreifendes Grundlagenstudium
Kunst- und Designwissenschaften

An der Pforzheimer Fakultät für Gestaltung/ DESIGN PF wird bewusst die Auseinander­setzung mit Problemen sehr großer Reichweite und mit Theorien der höchsten Abstraktions­stufe gesucht, weil es Ziel ist, die Studierenden zur eigenständigen Lösung auch von schwierigen theoretischen Problemen zu befähigen. Die Aufgabe von Gestaltern, Medien in eine ge­eignete Form zu bringen, wird auch am Medium ›Theorie‹ geübt. 

Wissenschaftliche Modell­bildungen und Neuformulierungen von Sicht­weisen der Wirklichkeit verfolgen in den Lehrveranstaltungen das Ziel, selbstverständliche Einstellungen des Alltagsbewusstseins zu stören und die schöpferischen Möglichkeiten aller Beteiligten zu fördern. Die Beschäftigung mit philosophischen, sozialen und ökonomi­schen Theorien erweitert das Kulturverständnis der Studierenden und versetzt sie in die Lage, Entwicklungen im Umfeld ihrer Berufstätigkeit selbständig zu analysieren und zu antizipieren. Dazu gehört sowohl die Auseinandersetzung mit grundlegenden Theorien wie auch mit den jeweils aktuellen sozioökonomischen Entwick­lungen, wie beispielsweise Design Thinking, Conceptual Age und Markengemeinschaften. Dabei kommt es nicht nur auf den tatsäch­lichen Erwerb von Wissen an, sondern auch auf die strategische Nutzbarkeit dieses Wissens für jede einzelne Studentin und jeden einzelnen Studenten.

Das Lehrgebiet ›Wissenschaften‹ trägt dazu bei, die Komplexität des Denkens in allen Aspekten zu erhöhen, indem die Studierenden in die Lage versetzt werden, komplexe Funkti­onen in Form zu bringen. Dies wird erreicht durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einer Fülle von Themen, die in sehr unter­ schiedlichen Angeboten zu finden sind. Dazu zählen unter anderem Veranstaltungen zu den Gebieten Wahrnehmungstheorien, Kunst­theorie und Kunstanalyse, Kulturtheorien, Ästhetik, Semiotik, Management, Marketing, Recht, Kreativitätstheorien, Modetheorie, Designgeschichte und Designtheorie sowie Sozialstrukturanalyse.

Letzten Endes vermitteln alle diese Angebote Wissen über Möglichkeiten für alternative Formauffassungen, die die eigene Arbeit der Studierenden anregen und zugleich proble­matisieren. Sie dienen dazu, vorhandene Begabungen zu entfalten und Handlungsmög­lichkeiten auch dort zu schaffen, wo man das Neue noch nicht wissen kann. Die Praxis­tauglichkeit dieser Theorieangebote wird unter anderem durch Berichte von Absolventen belegt, die in vielen selbständigen Berufsjahren erfolgreich Gebrauch von diesem Wissen gemacht haben.



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