"RoKoKo" - Robustes Kollisionsfreies Kommissionieren 

Forschungsprojekt 

 
Thema des Verbundprojekts

Die deutsche Logistikbranche ist ein echter "Jobmotor". Arbeitsplätze in dieser Branche sind zukunftsfähig. Deutschland als europaweit attraktivsten Logistikstandort gilt es zu fördern – dies ist die Meinung der Bundesregierung u.a. laut Pressemitteilung vom 26.09.2006. Heutzutage ist jedoch eine effiziente physische Abwicklung der Logistik ohne den parallel verlaufenden oder sogar voraus laufenden Informationsfluss nicht mehr vorstellbar – neue Informations- und Kommunikationstechnologien stellen sich sogar als Innovationstreiber in der Logistik dar, wie die Beispiele e-Commerce und RFID zeigen.

Von den klassischen Grundfunktionen, wie dem Transport, der Lagerung und dem Umschlag von ganzen Ladeeinheiten ausgehend, gibt es in der Logistik sehr "handlings-" und "personalintensive" Bereiche, die erhebliches Optimierungspotential bieten, wie z.B. die Zusammenstellung kundenauftragsspezifischer Mengen aus kompletten Ladungsträgern – die Kommissionierung. Insbesondere gilt dies, wenn das Kommissionierpersonal sich selbst zum Ladungsträger bewegen muss ("Mann zur Ware" - Prinzip). Die Prozessverantwortlichen in der Logistik sehen sich allerdings der Problematik einer sinkenden Effizienz bei steigendem Durchsatz gegenüber – dynamische Nachfragespitzen können nicht einfach durch verstärkten Personaleinsatz abgedeckt werden, sondern führen zu "Blockade-Phänomenen", wenn sich Kommissionierpersonal auf dem Weg zur oder direkt an der Entnahmeeinheit behindert oder zu "Kannibalismus", wenn stark nachgefragte Artikel nicht entsprechend schnell nachgeschoben werden können. Die Probleme sind aus der Praxis bekannt und in der einschlägigen Literatur erwähnt, aber nur ansatzweise theoretisch untersucht und bisher nicht in operativ nutzbare Planungs- und Strategiekomponenten in der Lagerverwaltungssoftware umgesetzt.

Eine Kurzanalyse des Antragstellers LogControl GmbH bei einer Reihe von Kunden, die sein Lagerverwaltungssystem eingesetzt haben, bestätigten diese Erfahrungen ad hoc. Zwei Firmen, die Firmen Jöllenbeck GmbH und Terhürne GmbH & Co. KG, zeigten Interesse an einem Projekt zur Lösung der Problematik und entschlossen sich zur Unterstützung des Vorhabens als Projektpartner.

  

Forschungsprojekt gefördert im Rahmen der Ausschreibung:
"KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologien: Forschungsbereich Softwaresysteme und Wissensverarbeitung"

Ansprechpartner Hochschule

Wiss. Begleitung
Prof. Dr. Klaus Möller

Projektveröffentlichungen